Frank Schäfer

Hühnergötter

Roman

Noch bevor das Haus gebaut war, hatte der Onkel es ihm bereits versprochen – jetzt ist er tot, und Friedrich erbt tatsächlich. Was macht er nun mit dieser Siebzigerjahre-Klinkerhässlichkeit? Soll Friedrich in sein Heimatdorf zurückziehen, wo auf jedem Jägerzaun ein Handschuh mit Erinnerungen steckt?
Während seine Familie an der Ostsee weilt und Hühnergötter sammelt, renoviert Friedrich das Haus, trifft alte Freunde und wird seinem Onkel immer ähnlicher, diesem versoffenen Bartleby, der sich nicht zurechtfand. Friedrich ist einsam und trinkt zu viel, aber dann trifft sich sein Abiturjahrgang, und die bittersüße Nostalgie materialisiert sich in einer dunkelhaarigen Schönheit. Friedrich verliert den Boden unter den Füßen ...
Lakonisch, mitunter komisch, mit sanfter, dem niedersächsischen Flachland abgelauschter Melancholie erzählt Hühnergötter vom Leben auf dem Dorf und davon, wie sich auch die scheinbar konstante kleine Welt unaufhaltsam weiterdreht.

Buch

schaefer huehnergoetterISBN 978-3-99039-110-5
Gebunden mit Lesebändchen
200 Seiten
lieferbar

€ 18,– A/D, CHF 24,90 UVP

Presse

Hühnergötter ist sehr melancholisch, dann wieder überschwänglich humorvoll, wunderbar verzurrt und sehr lebendig.“
Thomas Behlert, tam.tam

„Der Roman ist eine Art Schwanengesang auf den Onkel, die Jugendzeit und die ehemalige Rockband und wird gekrönt mit einer erotischen (Wieder-)Begegnung mit Karin bei einem Abitreffen.“
Günter Brandorff, ekz.bibliotheksservice

„Die Zeitperspektiven und die Szenerien wechseln sich ab, in jeder Richtung weiß Schäfer dank seiner feinen Beobachtungsgabe präzise zu schildern, ohne damit zu prunken, die Dialoge sind so genau dosiert und lebendig wie der Blick auf die Details. Einfühlsam und bodenständig zugleich erzählt, darauf trifft man selten. Wie gesagt: zu empfehlen.“
Schädelspalter – Hannovers Stadtillustrierte

„Frank Schäfers Roman kümmert sich witzig um einen ziemlich amorphen Helden, der zwischen Liebe und Affäre, Zukunft und Erinnerung, Stadt und Land hin und her gespült wird wie ein Loch in den Steinen am Strand.“
Helmuth Schönauer