Alexander Peer

Bis dass der Tod uns meidet

Roman

Nietzsche und Beziehungsdilemma! Was könnte besser passen und sich gleichzeitig mehr ausschließen, als die pathetisch-ironische Philosophie des großen Unzeitgemäßen und die verwegenen Erwartungen sowie trübenden Niederungen, die sich ereignen, wenn zwei aufeinander treffen? Der Erzähler Franz schlittert in eine fiktional-reale Dreiecksbeziehung, als die Beziehung zu Rebecca zu erodieren beginnt: Immer mehr steigert sich Franz in einen Monolog mit dem Diagnostiker und Überwinder des Nihilismus hinein, driftet zwischen Selbstauflösung und Bestimmung. Nietzsche als Brennpunkt von Rastlosigkeit.

Buch

peer bisdassISBN 978-3-902534-75-0
Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
304 Seiten
lieferbar

€ 21,90 A/D, CHF 29,90 UVP

E-Book

peer bisdass ebookISBN 978-3-902534-85-9
EPUB
304 Seiten
lieferbar

€ 14,99 A/D, CHF 19,– UVP

Pressestimmen

„Das Buch ist nur lohnend, wenn man sich ihm ganz und gar hin gibt. Am Schreibtisch, mit aufgestützten Armen. Hier wird Nietzsche lustvoll entdeckt und gebraucht und verändert, in ihm sucht sich Franz Müller – und weiß sehr wohl, dass der Philosoph selbst gescheitert und unbefriedigt war.“
Peter Pisa, Kurier

„Alexander Peers Erzählen trägt (…) die zarten und trickreichen Züge des 19. Jahrhunderts, ohne je behäbig zu werden. Immer dann, wenn es fast ins Pathetische geht, überrascht er mit einem Augenzwinkern.“
Erwin Uhrmann, the gap

„Peer gelingt hier zuweilen ein wahres Feuerwerk an erinnerungswürdigen Bonmots.“
Marcus Neuert, Literaturhaus Wien

„Manche Erkenntnisse haben Weltniveau, „nicht nur die Menschheit wächst ständig, auch der Bücherberg“, beides ein Ergebnis von sexueller und intellektueller Leidenschaft. (...) Alexander Peer rollt diese heftige Leidens- und Leidenschaftsgeschichte witzig und mit vollem intellektuellen Ernst auf. Längst ist den Beteiligten klar, dass man Kopf und Leidenschaft nur als abwechselnde Therapie gegen das andere einsetzen kann.“
Helmuth Schönauer, Buchkultur

Alexander Peer ist zu wünschen, dass er sich in seinem nächsten Buch so eigensinnig zeigt, dass er auf Einflüsterungen von außen verzichten kann. Auch Nietzsche hätte ihm dazu geraten: „(. . .) der Freigeist will nicht bedient sein“, befand er, „und hat darin sein Glück.“
Otto A. Böhmer, Wiener Zeitung

„Das Buch führt den Leser zu den Abgründen eines Menschen, der sich völlig im Nihilismus zu verlieren scheint.“
Mareike Liedmann, ekz.bibliotheksservice

„In Müllers Orientierungsschwierigkeiten zwischen Kant und Cunt, Zeichen und Körpern kehrt Alexander Peer den klassischen Bildungsroman ironisch um. Es gibt keine Formung eines künftigen Meisters im einvernehmlichen Miteinander von Denken, Anschauung und Praxis. Das Leben will gelebt werden und Zeit heilt alle Reflexionen. Franz Müller wird zum ‚Sammelnamen’ für unsere zahllosen Selbstentwürfe, deren Flickwerk den Glauben an ein richtiges Leben erledigt.“
Gödart Palm, Glanz und Elend

„Der Romantitel deutet psychologischen Tiefsinn an, und das Buch steckt denn auch in der Tat voll verspielter und ineinander verschlungener Reflexionen. Die besten Passagen sind jedoch jene, in denen Handlungsfragmente mit ironischen Betrachtungen Hand in Hand gehen. Da gelingen Peer in einer eigenwilligen Diktion schwungvolle Passagen, die die Lektüre zum Vergnügen machen.“
Helmut Dworschak, Der Landbote

„Alexander Peers Buch Bis dass der Tod uns meidet macht aus Nietzsche nicht einen Theoretiker der heterosexuellen Paarliebe, auch wenn Nietzsche viele Einzelsätze zum Geschlechterkampf geprägt hat, und er dichtet ihm auch keine bourgeoisen oder antibourgeoisen Affären an. Es entfaltet die Enormität der erotischen und geistigen Liebe, die Nietzsches Schreiben implizit trägt und explizit als Motor seiner Fröhlichen Wissenschaft und seiner Philosophie des Leibes antreibt. Peer erprobt die schmalen Brücken, die Nietzsche von der Euphorie des Denkens und dem Eros des Schreibens zum konkreten Leben zieht, er ergründet die Abgründe der tiefen Traurigkeit (von der auch Heidegger spricht), die sich dazwischen aus Angedeutetem und Ungesagtem öffnen.“
Hubert Thüring in seiner Einleitung zur Buchpräsentation in Basel am 10. April 2013